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Umsetzung des Hundertwasser-Architekturprojekts Dillingen wird in öffentlicher Ausschreibung ermittelt.

Der Aufsichtsrat der Projektgesellschaft Dillingen hat beschlossen, das Hundertwasser-Architekturprojekt auf Grundlage der detailliert vorliegenden Planungen des Architekten Heinz Springmann in seiner Gesamtheit europaweit auszuschreiben. Vorgesehen sind dabei ein Informationszentrum, eine Wohnanlage sowie ein Hotel, für das auch eine alternative Nutzung möglich ist. Alle Objekte sind in eine themenspezifische Parkanlage der Dillinger Saaraue in einer Fläche von ca. 110 ha eingeplant. Da die einzelnen Objektteile zudem aus verschiedenen Schaffensperioden des im Jahr 2000 verstorbenen Künstlers Friedensreich Hundertwasser stammen, kommt dem Vorhaben weltweite Einmaligkeit zu.

„Wenn die Formel nicht schön ist, kann sie auch nicht richtig sein.“ Hundertwasser verwendete gerne dieses Einstein-Zitat und stellte als Bedingung zur Planung des „Dillinger Solarparks“, dass die Sonnenkollektoren nicht im Rastersystem, d.h. hässlich rechteckig gleich ausgeführt werden, sondern verschieden, in unregelmäßigen Formen, also organisch schön.

Die vier Teile des Bauprojekts sollen gemeinsam realisiert werden. Dabei wird die Parkanlage, in die alle drei Bauobjekte planerisch eingegliedert sind, von der Projektgesellschaft umgesetzt. Das Infor-mationszentrum ist als „Herz" des Gesamtensembles anzusehen. Es soll für die Stadt Dillingen errich-tet und von dieser als Ausstellungs- und multifunktionales Demonstrations- und Schulungszentrum genutzt werden. 5.412 m³ umbauter Raum und 1.171 qm Nutzfläche auf 5 Etagen, mit einem durch eine Goldkuppel gekrönten Turm von ca. 20 m Höhe werden diesem Objekt eine besondere Präsenz verleihen. Die komplett nach Süden geneigte Dachfläche ist mit Solarzellen in den von Hundertwasser vorgegebenen unregelmäßigen, organischen Formen zu errichten.

Die Wohnanlage, die als architektonisch außergewöhnliche Hügelwiesenhäuser privat gebaut und vermarktet werden soll, wird eine Gesamtwohnfläche von rund 1.420 qm bieten.

Das Hotel, am Rande der Parkanlage mit idealer Verkehrsanbindung zum Stadtzentrum sowie zur Autobahn gelegen, ist von der Architektur durch eine gewaltige Außenspindel geprägt. Als Alternative zum Hotel ist auch eine Pflegeheimnutzung mit öffentlicher Innen- und Außengastronomie im Erdgeschoss möglich. Mit 8 Geschossen und einer Nutzfläche von 3.323 m² wird das Gebäude weithin sichtbar sein. Eine wesentliche Verpflichtung für den privaten Bieter ist der Bau nach den urheber-rechtlich vorgegebenen Rahmenbedingungen.

Mit einer Entscheidung über den Bau der Gesamtanlage ist Anfang April 2009 zu rechnen.

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Unterlagen (Verdingungs- / Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem)* *können gegen Schutzgebühr von 100.- EUR angefordert werden (Zahlungsbedingungen und -weise: Verrechnungscheck bei Anforderung der Unterlagen) Schlusstermin für die Anforderung von oder Einsicht in Unterlagen: ist der 30.1.2009.

Schlusstermin für den Eingang der Angebote bzw. Teilnahmeanträge ist der 13.3.2009 - 12:00.

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